Vorankündigung Herbstfeier Nord-Rundschau vom 05.11.2012

Herbstfeier des Handharmonikaspielrings Gassenhauer, Italo-Pop-Hits und Stepptanz

Susanne Müller-Baji, 06.11.2012 14:00 Uhr

 

Zuffenhausen - Und Einsatz! Die Proben des Handharmonikaspielrings laufen auf Hochtouren: Am Samstag wollen die Orchester bei der traditionellen Herbstfeier mit Tanz wieder für ein bunt gemischtes Programm sorgen: Das Zweite Orchester wird etwa Gassenhauer von Harry Belafonte darbieten, bei den „Hobby-Orglern“ gibt es „Happy Sound im 4/4 Takt“ und bei den Könnern vom 1. Orchester erklingen Italo-Pop-Hits um das gute alte „Volare“. Nach der Pause schließt eine Show-Einlage der „Stäffeles-Stepper“, der Stepptanz-Abteilung des TV Cannstatt, an, gefolgt vom vergnügten Tanz zur Stimmungsmusik von Hans Auwärter.

Die ausgelassene Stimmung soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Handharmonika-Spielring vor grundlegenden Entscheidungen steht. Etwa, ob es im nächsten Jahr überhaupt eine weitere Herbstfeier in der Turn- und Festhalle der Hohensteinschule gibt. Denn durch den Umbau sind die Parkmöglichkeiten im Hof eingeschränkt (wir berichteten). Der Vorsitzende Werner Schmidt und seine Stellvertreterin Andrea Willy-Polinski befürchten einen Einbruch der Besucherzahlen, falls gerade ältere oder gehbehinderte Besucher keinen Parkplatz in der Nähe finden: „Das macht es uns auch unmöglich, angemessen zu kalkulieren“, sagt Schmidt. Man will deshalb an die Vernunft der Gäste appellieren: Wer gut zu Fuß ist, wird gebeten, etwas entfernt zu parken und die Stellplätze im Hof denen zu überlassen, die darauf angewiesen sind.

Ein anderes Problem betrifft nicht nur den Handharmonika-Spielring: die steigenden Nutzungsgebühren für städtische Gebäude. Ein Musiknachmittag in der Stammheimer Schlossscheuer musste deshalb schon gestrichen werden. „Am Anfang haben wir zehn Euro bezahlt, jetzt sind es für vier Stunden 124 Euro.“ Da die Veranstaltung für die Gäste kostenlos war, sah man keinen finanziellen Spielraum mehr. Für die Zukunft will man auf kreative Einfälle setzen: „Wir haben schon einen Aufruf an unsere Mitglieder gestartet“, so Andrea Willy-Polinski. Jeder solle sich Gedanken über neue Veranstaltungsformate machen.

Eine Idee eines Mitspielers kommt übrigens schon bei der Herbstfeier zum Tragen. Erstmals soll dann das „Mehrgenerationenorchester“ auftreten: Alle aktiven Spieler konzertieren unter der Leitung von Alexander Wassylenko gemeinsam. Rudi Eith, der sonst die „Hobby-Orgler“ leitet, hat einen besonderen Part inne – das Mundharmonika-Solo aus dem Western „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Enrico Morricone. „Unser Dirigent läuft nur noch lachend durch die Gegend: So ein großes Orchester war schon immer sein Traum“, sagt die stellvertretende Vorsitzende voller Vorfreude. „Unserer aber auch!“